GESUNDHEIT

Bericht von Physiotherapeutin Jasmin Raffl

Eigentlich war ich immer der Meinung, Sportphysiotherapie oder

Wettkampfbetreuung wäre nichts für mich. Als mich Rene Anfang des

Jahres 2018 fragte, ob ich ihn und seinen Laufpartner Lukas im September

beim GORE-TEX® Transalpine Run betreuen möchte, hatte ich das offen-

sichtlich kurzzeitig vergessen und dachte mir - wieso eigentlich nicht?

 

Gott sei Dank, denn ich hatte mich geirrt!

Mit allem bepackt, was die mobile Therapie hergab, begab ich mich auf

die Reise…

Was soll ich sagen? Bereits nach der ersten Etappe hatte mich das prophezeite TAR-Fieber gepackt und ich war mit Begeisterung dabei!

Dass noch zwei weitere Athleten, Reinhard und Mario, in mein Team kamen, motivierte mich nur noch mehr. Ich bemühte mich meine vier „Schützlinge“ nach den anstrengenden und kräftezehrenden Etappen wieder auf Vordermann zu bringen und hörte mir dabei gespannt ihre Erlebnisse des Tages an. Bald kannte ich mich sogar ein bisschen aus im Spitzenfeld der Läuferszene, ich studierte Zwischenzeiten und wartete aufgeregt im Zielgelände mit der Fanbase der beiden Teams… ;)

Es wurde jeden Tag ein bisschen herausfordernder die vier wieder „fit to run“ zu machen, aber ich denke ihre Erfolge sprechen für sich!

 

Die Arbeit mit Rene, Lukas, Reinhard und Mario hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich möchte euch auf diesem Wege noch einmal zu eurer Wahnsinnsleistung gratulieren und Danke sagen, dass ich Teil dieses Spitzenteams sein durfte!!

Aber warum ist Trail-Running eigentlich so gesund und warum zieht dieser Sport derzeit so viele Menschen an?

Laufen macht Spaß!!

Dabei geht der Trend weg von altbekannten, asphaltierten und teilweise überlaufenen Straßen, es zieht die Läufer wieder mehr hinaus in die freie Natur. Ein kleines Abenteuer beginnt, wenn sich die Trail-Läuferin/der Trail-Läufer auf den Weg macht…

 

Trail-Running überzeugt durch seine Vielseitigkeit…

Das Laufen auf den kurvenreichen Tracks ist ein Ganzkörpertraining, bei dem sich nicht nur die Ausdauerleistung verbessert, sondern in hohem Maße auch die Koordinations-, Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit der Sportlerin/des Sportlers gefördert wird.

Jeder Schritt ist anders - je nach Streckenbeschaffenheit und Höhenprofil stellt das Gelände die Läuferin/den Läufer vor unterschiedlichste Herausforderungen. Mal bergauf, dann wieder bergab, ein ständiger Wechsel des Untergrundes von weichem Waldboden, über Schotter, Wurzeln, Matsch bis hin zu felsigem Untergrund fordert rasche Tempowechsel, Flexibilität, Anpassung der Schrittlänge und Frequenz, Sprünge und schnelle Richtungswechsel, wodurch das muskuloskelettale System permanent verschiedensten Trainingsreizen ausgesetzt wird. Durch die ständigen Belastungswechsel wird viel Stabilisationsarbeit geleistet und dadurch der Muskel-Sehnenapparat der Beine und des Rumpfes gefordert und gekräftigt und gleichzeitig die Sensomotorik der Athletin/des Athleten verbessert. Überlastungsprobleme treten durch die Vielseitigkeit des Trainings im Vergleich zum Straßenlauf weniger auf.

 

Neben der Leistungssteigerung im Herz-Kreislaufsystem und der vielfältigen Beanspruchung des Bewegungsapparates fördert dieser Sport auch unsere mentale Gesundheit. Die Bewegung in der freien Natur wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus und steigert den Erholungseffekt nach dem Training. Die Serotoninausschüttung während des Laufens hat einen positiven kognitiven Effekt auf die Läuferin/den Läufer, steigert ihre/seine Konzentration und verschafft ihr/ihm einen freien Kopf!

 

Und noch ein Vorteil: Trail-Running muss nicht immer mit extremen Laufdistanzen oder vielen Höhenmetern verbunden sein. Das Training kann sehr individuell an die Konstitution der Sportlerin/des Sportlers angepasst werden und so ist für jeden etwas dabei!

 

In diesem Sinne: Keep on running!!

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